Mein inneres Kind und was ist das innere Kind?!

Hallo, Ihr Lieben..

Ich habe die letzten Jahre intensiv mit meinem inneren Kind gearbeitet. Das “ innere Kind“ ist ein Begriff den fast jeder von uns schon mal gehört hat. Da ich in meinen weiteren Beiträgen öfter über meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit meinem“ inneren Kind “ schreiben und intensiver eingehen werde, möchte ich euch vorerst das “ innere Kind “ etwas näher erklären. Viel Freude..

“ Um wirklich erwachsen sein zu können, brauchen wir unser inneres Kind „

 

Inneres Kind

Es gibt einen Bereich in unserem Wesen, der besteht aus den gefühlsmäßigen Erinnerungen an unsere Kindheit, die in unserem Unterbewusstsein und in den Zellen gespeichert sind.

Kaum jemand zweifelt daran, dass da ein Kind in uns existiert, das viele Seiten hat. Da sind seine positiven Seiten wie

  • Spontan
  • Begeisterungsfähig
  • Friedvoll
  • Glücklich
  • Verspielt
  • Neugierig
  • Hoffnungsvoll
  • Vertrauensvoll
  • Lebendig und auch die Fähigkeit, ganz in der Gegenwart sein zu können

Leider treten diese positiven Aspekte dieses Kindes in uns nicht mehr so häufig in Erscheinung, vor allem wenn diese Eigenschaften bereits während unserer Kindheit nicht richtig gelebt werden durften.
Vertrauter sind dagegen die weniger erfreulichen Merkmale des Kindes in uns.

  • Verwundbarkeit
  • Angst, verletzt und zurückgewiesen zu werden
  • Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung
  • geringes Selbstwertgefühl
  • Berührungsängste
  • wenig soziale Kontakte bis hin zur Isolation
  • Schwierigkeiten Vertrauen aufzubauen
  • Angst davor, nicht liebenswert zu sein
  • der Drang im Mittelpunkt stehen zu müssen
  • Angst vor dem Alleinsein
  • Angst im Dunkeln
  • Abhängigkeit, vor allem von Partnern
  • in der Partnerschaft sehr stark klammern und noch viele mehr.

Kinder, die wenig Anerkennung und Liebe erfuhren, haben dadurch als Erwachsene auch meistens ein geringes Selbstwertgefühl. Daraus resultiert ein Nachholbedarf mit dem Verlangen, diese Anerkennung und Liebe jetzt als Erwachsener von anderen in Beziehungen und Partnerschaften zu bekommen, was zu Beziehungsproblemen führen kann.

Wer aber ist als Kind nicht häufig verletzt worden, durch Missachtung, Liebesentzug, negative Bewertungen bis zu Beschimpfungen?

Da ist die Angst davor, zurückgewiesen zu werden und nicht liebenswert zu sein. Aus dieser Angst heraus tun häufig Menschen überwiegend alles das, was andere von ihnen erwarten, nur um diese Zurückweisung mit Liebesentzug zu vermeiden. Das wiederum führt dann zur Abhängigkeit vor allem von Partnern. Klammern an den Partner kann zum Ausdruck dieser Angst werden, was der schnellste Weg zum Ende einer Beziehung bedeuten kann. Dadurch wird wiederum das Bild von sich selbst, nicht liebenswert, nicht gut genug zu sein, bestätigt. Wer sich mit seinem inneren Kind überwiegend identifiziert, hat es schwer, wirklich erwachsen zu werden und sich wie ein erwachsener Mensch zu verhalten.

Wann ist ein Mensch wirklich erwachsen?

Im Gegensatz zum Kind, dessen Existenz abhängig ist von Fürsorge seiner Eltern, ist der Erwachsene überwiegend unabhängig, denn er kann für sich selbst sorgen, Verantwortung für sein Leben übernehmen, selbstständig handeln und den Herausforderungen der Lebens begegnen, selbst für sein Glücklich-Sein sorgen.

Ein wirklich Erwachsener kann auch ohne Zuneigung von anderen leben/überleben, ohne in seiner Existenz gefährdet zu sein.
Nur, wenn dieses Glaubensmuster des Kindes, „ich muss geliebt werden, sonst kann ich nicht mehr existieren“, in meinem Leben vorherrscht, dann bin ich nicht mehr frei in einer Beziehung. Ich werde abhängig und dann auch leicht manipulierbar.

Eine Beziehung ist dann am besten, wenn sich zwei wirkliche Erwachsene begegnen. Wenn auf den Partner eine Art Ersatzmutter oder Ersatzvater projiziert wird, kann die Mann-Frau Beziehung beeinträchtigt werden, wie in meinem Beitrag über weibliche und männliche Sexualität schon beschrieben.

Die Arbeit mit dem inneren Kind

Die folgenden Affirmationen, könnten helfen in der Beziehung zum „inneren Kind.“ Fühlt in euch hinein und findet eine meiner genannten oder eine für euch persönlichen Affirmationen, die sich stimmig und wahrhaftig für euch anfühlen. Sie eignen sich für die Arbeit mit dem „Inneren Kind“, um schädliche Denkmuster zu bearbeiten.

Schädliche Denkmuster wären z.B.

  • Ob ich glücklich bin, hängt weitgehend von anderen ab.
  • Am besten ist es, Gefühle und die Bedürfnisse nach Liebe und Schmerz wegzuschieben.
  • Es gibt so viele Möglichkeiten, den Kontakt mit meinem „inneren Kind“ (mir) zu vermeiden
  • Neuem und Veränderungen stehe ich überwiegend ablehnend gegenüber, bleibe bei dem, was ich kenne, und gehe keine Risiken ein.
  • Andere sind für meine Gefühle verantwortlich und ich bin für ihre Gefühle verantwortlich.
  • Mich selbst glücklich zu machen ist egoistisch und daher falsch.

Hilfreiche Denkmuster wären z.B. , um die Ressourcen des Inneren Kindes frei zu setzen.

  • Mein inneres Kind hat Freude an Bewegung
  • Ich verbinde mich mit dem fröhlichen Kind in mir
  • Ich kann mein verletztes inneres Kind trösten
  • Mein inneres Kind ist ein Teil von mir und ich nehme es in bedingungsloser Liebe an.
  • Ich gebe meinem inneren Kind Wertschätzung und Anerkennung.
  • Ich lasse Gefühle, Ängste des inneren Kindes zu.
  • Ich nehme die Verwundbarkeit und den Schmerz des inneren Kindes an und verdränge ihn nicht länger.
  • Ich erforsche seine Wünsche und Sehnsüchte und tue möglichst viel was ihm Freude macht.
  • Ich sage meinem inneren Kind, dass es das Beste verdient hat.
  • Ich sage meinem inneren Kind, das ich es liebe und immer für es da sein werde, es nie alleine ist.
  • Ich frage mein inneres Kind was es brauch

„Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen.“

Das „innere Kind “ ist ein gefühlvolles Wesen. Je nachdem, wie stark die Beziehung zu ihm ist, kann man sich glücklich, traurig, einsam oder geborgen fühlen.
Das „innere Kind“ zeigt , was es gefühlsmäßig braucht. Die Bereitschaft, es wahrzunehmen, ihm zuzuhören und es in seinen Bedürfnissen und Ängsten ernst zu nehmen, ist entscheidend für einen heilsamen Umgang mit sich selbst.

Wichtig ist lediglich, dass man bereit ist, seine oft in der Kindheit geprägten Gefühle von Schmerz, Lust, Angst, Freude, Wut, Spontanität, Scham, Sehnsucht wahrzunehmen und zu fühlen. Man kann seine Lebensfreude und sein Selbstwertgefühl stärken, indem man mit seinem inneren Kind ein freundliches inneres Gespräch führt (einen heilenden Dialog) und ihm schenkt, was es braucht. Seine lautstarke oder leise, schüchterne oder wütende, lebendige oder verhaltene Stimme kann dir wertvolle Hinweise geben, was dir gut tut und zu deinem Wohlbefinden beiträgt. Es trägt die Botschaft deiner Seele in sich.

Was du dazu brauchst, ist Zeit und Bereitschaft.

Die innere Wahrheit des Erwachsenen
(wenn „das innere Kind“ angenommen wird )

  • Ich bin für mein Glück und Wohlbefinden selbst verantwortlich.
  • Ich bin bereit wahrzunehmen, was in mir vorgeht: Gefühle, Schmerz, Bedürfnisse, Träume, Sehnsüchte, Freude und nehme das alles so an.
  • Ich bin offen für Neues, Kreativität, Veränderungen in meinem Leben.
  • Ich habe die Macht und die Kraft, für mich selbst zu sorgen und Verantwortung hierfür zu übernehmen.
  • Ich darf neugierig, verspielt, albern, spontan, lebendig, sensibel, usw. sein

Ich bin FREI

 

Arbeitsmethoden zur „Aussöhnung mit dem inneren Kind“

Die Arbeit mit dem Inneren Kind führt in Meditationen und Übungen zu Ereignissen aus der Kindheit, die Blockaden für die Gegenwart erzeugt haben. Diese Ereignisse werden schrittweise aus dem Unbewussten ins Bewusste geholt. Sie werden in ihrer Tiefe erforscht, gesehen, gefühlt und gelöst.  Auch wenn das verursachende Ereignis der Person bereits bewusst war, so gibt es Schichten dazu, die noch unbewusst sind und durch die Arbeit am Inneren Kind erst gesehen werden können. Die Bewusstwerdung als emotional gefühlte und durchlebte Wahrnehmung ist Voraussetzung für die Akzeptanz der gesamten Situation und ihrer Umstände.

Die Innere-Kind-Arbeit am Erwachsenen nimmt im Nachhinein unverarbeitete Kindheitserlebnisse an. Schritt für Schritt wird so nachgeholt, was in der Kindheit aus verschiedenen Gründen nicht in einem gesunden Prozess ablaufen konnte. So kann die erwachsene Person in der Gegenwart Schritt für Schritt die Wunden ihrer Kindheit aufarbeiten und heilen.

Durch das Annehmen der Vergangenheit, das Lösen der Blockade, wird das bis dahin eingefrorene, festgehaltene Potential freigesetzt. Dieser Aspekt des Menschen kann sich nun entwickeln: er kann sich aus den Verknotungen und Verwirrungen lösen und frei werden. Der Anteil kann sich entfalten, sich Raum nehmen und frei gestalten. Je mehr Blockaden gelöst werden, desto freier und selbstbestimmter kann der Mensch agieren. Er oder sie kann zunehmend das Leben frei gestalten und Möglichkeiten wahrnehmen und leben, die für ihn oder sie vorher unmöglich schienen.

Befreie und heile das Kind in dir
Geführte Meditation zur Verwandlung deines inneren Kindes
von Robert Betz hat mir sehr geholfen und Aufstellungsarbeit bei verschiedenen Heilern. Mittlerweile treffe ich mein inneres Kind regelmäßig in meinen eigenen Meditationen und habe Bilder meiner Kindheit in meiner Wohnung hängen und führe Dialoge mit ihm , wie sehr ich es liebe und wertschätze. Mein Leben hat sich seit meiner Arbeit mit meinem „inneren Kind “ positiv verändert, ich habe die Liebe fürs Malen wiederentdeckt, egal ob auf Leinwand, einfach so und überall, mit Kreide auf der Straße. Ich lache viel mehr als früher, singe laut zu meiner Lieblingsmusik, tanze durch die Wohnung  und bestaune die Kleinigkeiten des Lebens oft mit den Augen eines neugierigen Kindes. Die Verbundenheit zur Natur und zu Tieren hat sich intensiviert, ich akzeptiere meinen gegenüber mehr und mehr, wie er ist und behandele ihn respektvoller, ich nehme vieles nicht mehr persönlich und fühle mich seltener angegriffen oder habe den Wunsch mich zu verteidigen. Das Verhältnis und die Sichtweise zu meinen Eltern hat sich harmonisiert und ich mache ihnen und anderen keine Vorwürfe mehr oder beschuldige sie, sondern übernehme Verantwortung für meine Gefühle und Gedanken. Denn schließlich gehören sie auch nur mir, die mir im außen nur lediglich gespiegelt werden. 

Ich liebe mein inneres Kind und MICH, für den Mut, die Zeit, die Hingabe und die Liebe die ich aufbringe , für ein Leben in Frieden, Harmonie und Freude. Auf das wir alle die Beziehung zu uns und unserem Kind heilen mögen. Alles Liebe, Dani

 

Meine Beiträge dienen zur Inspiration und drücken MEINE Wahrheit aus, sie ersetzen NICHT die Diagnose und Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker.